Fotografie erklärt – von Vitali Skidan, Hochzeitsfotograf aus Bamberg

Farbkorrektur: Hauttöne, die nicht orange sind
Kein Bereich verzeiht so wenig wie Haut. Das Auge erkennt einen falschen Hautton sofort, auch wenn es nicht sagen kann, woran es liegt.

Mit natürlichem Licht arbeiten – Fenster, Schatten, Wolken
Die beste Lichtquelle ist umsonst, steht schon da und funktioniert ohne Kabel. Man muss nur wissen, wo man sich hinstellt.

Brennweite: wie 24, 50 und 135 mm die Bildwirkung verändern
Die Brennweite ist kein Zoom, der Dinge näher holt. Sie entscheidet, wie viel Umgebung ins Bild kommt – und wie ein Gesicht aussieht.

Landschaftsfotografie: Geduld, Licht und der richtige Standpunkt
Das Motiv läuft nicht weg, und genau das ist die Schwierigkeit: Man muss selbst entscheiden, wann und von wo – und dann wiederkommen.

Perspektive: warum Augenhöhe fast immer die langweiligste ist
Die Höhe, aus der ihr fotografiert, verändert die Aussage eines Bildes stärker als jede Einstellung an der Kamera. Und sie kostet nichts.

Als Zweitfotograf anfangen – der unterschätzte Weg
Drei Tage neben jemandem, der es kann, bringen mehr als ein Jahr Theorie. Und man trägt dabei nicht die Verantwortung, wenn etwas schiefgeht.

Autofokus-Modi: Einzelfeld, Nachführung und Augenerkennung
Der Autofokus moderner Kameras ist schneller als jedes menschliche Auge. Er scheitert trotzdem regelmäßig – meistens, weil er im falschen Modus steht.

Portraitfotografie: Menschen fotografieren, die keine Modelle sind
Die Technik ist der kleinere Teil. Der größere ist, dass jemand vor der Kamera steht, der sich unwohl fühlt – und das sieht man auf jedem Bild.

Wo man nicht fotografieren darf
Die kurze Liste der Orte und Situationen, bei denen es nicht um Höflichkeit geht, sondern um Hausverbot, Schadenersatz oder Strafrecht.

Straßenfotografie: nah rangehen, ohne aufzufallen
Das schwierigste Genre braucht die wenigste Ausrüstung. Es braucht die Bereitschaft, sich unwohl zu fühlen – und ein bisschen Rechtskenntnis.

Bildaufbau: die Regeln, die man kennen muss, um sie zu brechen
Ein gutes Bild entsteht nicht durch die Kamera, sondern durch die Entscheidung, was hineinkommt und was nicht. Dafür gibt es Werkzeug – und es kostet nichts.

Entfesselt blitzen: der Blitz gehört nicht auf die Kamera
Ein Meter zur Seite verändert mehr als jedes teurere Gerät. Der größte Sprung in der Lichtqualität kostet ein Kabel oder einen Funkauslöser.
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