Fotografie erklärt – von Vitali Skidan, Hochzeitsfotograf aus Bamberg

Schärfentiefe steuern – vier Größen, nicht nur die Blende
Wie viel vom Bild scharf wird, hängt nicht allein von der Blende ab. Abstand, Brennweite und Sensorgröße reden mit – und das erklärt einige Rätsel.

Festbrennweite oder Zoom?
Die Frage wird meist mit Bildqualität beantwortet. Der eigentliche Unterschied liegt woanders – und er hat mit dem Fotografieren zu tun, nicht mit dem Glas.

Das Recht am eigenen Bild – verständlich erklärt
Auslösen und veröffentlichen sind zwei verschiedene Dinge. Der Unterschied entscheidet darüber, ob Post vom Anwalt kommt.

Farbkorrektur: Hauttöne, die nicht orange sind
Kein Bereich verzeiht so wenig wie Haut. Das Auge erkennt einen falschen Hautton sofort, auch wenn es nicht sagen kann, woran es liegt.

Das Histogramm lesen – die ehrlichste Anzeige der Kamera
Das Bild auf dem Display lügt: Es hängt von der Helligkeit des Displays und der Umgebung ab. Das Histogramm nicht – es zeigt, was aufgezeichnet wurde.

Mit natürlichem Licht arbeiten – Fenster, Schatten, Wolken
Die beste Lichtquelle ist umsonst, steht schon da und funktioniert ohne Kabel. Man muss nur wissen, wo man sich hinstellt.

Brennweite: wie 24, 50 und 135 mm die Bildwirkung verändern
Die Brennweite ist kein Zoom, der Dinge näher holt. Sie entscheidet, wie viel Umgebung ins Bild kommt – und wie ein Gesicht aussieht.

Landschaftsfotografie: Geduld, Licht und der richtige Standpunkt
Das Motiv läuft nicht weg, und genau das ist die Schwierigkeit: Man muss selbst entscheiden, wann und von wo – und dann wiederkommen.

Als Zweitfotograf anfangen – der unterschätzte Weg
Drei Tage neben jemandem, der es kann, bringen mehr als ein Jahr Theorie. Und man trägt dabei nicht die Verantwortung, wenn etwas schiefgeht.

Autofokus-Modi: Einzelfeld, Nachführung und Augenerkennung
Der Autofokus moderner Kameras ist schneller als jedes menschliche Auge. Er scheitert trotzdem regelmäßig – meistens, weil er im falschen Modus steht.

Familienfotos: alle scharf, alle wach, alle da
Das schwierigste an einem Familienbild ist nicht die Technik, sondern die Regie. Vier Menschen gleichzeitig in einen guten Moment zu bringen, will vorbereitet sein.

Portraitfotografie: Menschen fotografieren, die keine Modelle sind
Die Technik ist der kleinere Teil. Der größere ist, dass jemand vor der Kamera steht, der sich unwohl fühlt – und das sieht man auf jedem Bild.
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