Fotografie erklärt – von Vitali Skidan, Hochzeitsfotograf aus Bamberg

Festbrennweite oder Zoom?
Die Frage wird meist mit Bildqualität beantwortet. Der eigentliche Unterschied liegt woanders – und er hat mit dem Fotografieren zu tun, nicht mit dem Glas.

Das Recht am eigenen Bild – verständlich erklärt
Auslösen und veröffentlichen sind zwei verschiedene Dinge. Der Unterschied entscheidet darüber, ob Post vom Anwalt kommt.

Farbkorrektur: Hauttöne, die nicht orange sind
Kein Bereich verzeiht so wenig wie Haut. Das Auge erkennt einen falschen Hautton sofort, auch wenn es nicht sagen kann, woran es liegt.

Das Histogramm lesen – die ehrlichste Anzeige der Kamera
Das Bild auf dem Display lügt: Es hängt von der Helligkeit des Displays und der Umgebung ab. Das Histogramm nicht – es zeigt, was aufgezeichnet wurde.

Mit natürlichem Licht arbeiten – Fenster, Schatten, Wolken
Die beste Lichtquelle ist umsonst, steht schon da und funktioniert ohne Kabel. Man muss nur wissen, wo man sich hinstellt.

Architekturfotografie: stürzende Linien und was man dagegen tut
Ein Haus, das nach hinten wegkippt, ist der häufigste Fehler des Genres – und der einzige, der eine klare technische Ursache hat.

Brennweite: wie 24, 50 und 135 mm die Bildwirkung verändern
Die Brennweite ist kein Zoom, der Dinge näher holt. Sie entscheidet, wie viel Umgebung ins Bild kommt – und wie ein Gesicht aussieht.

Landschaftsfotografie: Geduld, Licht und der richtige Standpunkt
Das Motiv läuft nicht weg, und genau das ist die Schwierigkeit: Man muss selbst entscheiden, wann und von wo – und dann wiederkommen.

Hausrecht: Bahnhof, Museum, Einkaufszentrum
Öffentlich zugänglich heißt nicht öffentlicher Raum. Auf privatem Grund bestimmt der Eigentümer, ob fotografiert werden darf – und das ist fast überall.

Perspektive: warum Augenhöhe fast immer die langweiligste ist
Die Höhe, aus der ihr fotografiert, verändert die Aussage eines Bildes stärker als jede Einstellung an der Kamera. Und sie kostet nichts.

Naturfotografie, ohne die Natur zu stören
Das beste Naturbild ist das, von dem das Tier nichts gemerkt hat. Wie man näher kommt, ohne einzugreifen – und wo die Grenze verläuft.

Als Zweitfotograf anfangen – der unterschätzte Weg
Drei Tage neben jemandem, der es kann, bringen mehr als ein Jahr Theorie. Und man trägt dabei nicht die Verantwortung, wenn etwas schiefgeht.
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