Fotografie erklärt – von Vitali Skidan, Hochzeitsfotograf aus Bamberg

Portraitfotografie: Menschen fotografieren, die keine Modelle sind
Die Technik ist der kleinere Teil. Der größere ist, dass jemand vor der Kamera steht, der sich unwohl fühlt – und das sieht man auf jedem Bild.

Belichtungsmessung: Mehrfeld, Spot und mittenbetont
Die Kamera misst das Licht, bevor sie rechnet. Welchen Teil des Bildes sie dafür ansieht, entscheidet ihr – und bei Gegenlicht entscheidet es alles.

ND- und Polfilter: die zwei Filter, die Software nicht ersetzt
Fast jeder Filtereffekt lässt sich nachträglich nachbauen. Zwei nicht – und beide arbeiten mit Licht, das ohne sie gar nicht erst in der Datei landet.

Wo man nicht fotografieren darf
Die kurze Liste der Orte und Situationen, bei denen es nicht um Höflichkeit geht, sondern um Hausverbot, Schadenersatz oder Strafrecht.

Straßenfotografie: nah rangehen, ohne aufzufallen
Das schwierigste Genre braucht die wenigste Ausrüstung. Es braucht die Bereitschaft, sich unwohl zu fühlen – und ein bisschen Rechtskenntnis.

Bildaufbau: die Regeln, die man kennen muss, um sie zu brechen
Ein gutes Bild entsteht nicht durch die Kamera, sondern durch die Entscheidung, was hineinkommt und was nicht. Dafür gibt es Werkzeug – und es kostet nichts.

Tierfotografie: Haustier, Zoo und Wildtier
Drei Situationen, die als ein Genre gelten und kaum etwas gemeinsam haben. Was jeweils die eigentliche Schwierigkeit ist – und wie man sie umgeht.

Entfesselt blitzen: der Blitz gehört nicht auf die Kamera
Ein Meter zur Seite verändert mehr als jedes teurere Gerät. Der größte Sprung in der Lichtqualität kostet ein Kabel oder einen Funkauslöser.

Das Belichtungsdreieck: Blende, Zeit und ISO im Zusammenspiel
Drei Regler, die dasselbe tun und dabei drei verschiedene Bilder ergeben. Wer versteht, was sie einander abnehmen, hört auf zu raten.

Produktfotografie: verkaufsfähige Bilder ohne Studio
Ein Fenster, ein Stück Karton und eine Stunde Zeit reichen für Bilder, die in jedem Shop bestehen. Der Aufwand steckt in der Sorgfalt, nicht in der Ausrüstung.

Fotografieren in der Öffentlichkeit: was erlaubt ist
Auf der Straße darf mehr, als viele denken – und weniger, als andere annehmen. Der Unterschied liegt zwischen öffentlichem Grund und Hausrecht.

Weißabgleich: warum deine Bilder blaustichig sind
Unser Auge gleicht Lichtfarben aus, ohne dass wir es merken. Die Kamera muss es ausrechnen – und liegt regelmäßig daneben, besonders im Schatten.
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