der Hobbyfotograf auf Reisen in den Bergen

800px-Aiguille-du-Midi-summerMit der Kamera in die Berge ist etwas Unvergessliches. Speziell, wenn man sich tatsächlich auf eine Foto-Jagd eingestellt hat, und die Exkursion als solches richtig professionell angehen will.

Zuerst muss einmal geklärt werden, wo es hingehen soll, oder was man überhaupt fotografieren möchte: Dies kann entweder eine Landschaft/ein Berg/eine Bergtour mit Menschen sein, oder aber ein Motiv, welches in verschiedenen Landschaften vorkommt.

Hochalpine Tour

Für den ersten Fall wäre zum Beispiel eine bestimmte 3-tägige Bergtour im hochalpinen Bereich möglich. Hier benötigt man neben einer hochalpinen Ausrüstung vor allem eine leichtes stabiles Fotoequipment, da man ja 3 Tage alles schleppen muss. Wer klettert gerne mit 30 kg am Rücken? Eine Optimierung auf das Wesentliche, und dies in leichter Ausführung, ist gefragt. So gibt es leichte Stative, leichte Kameras mit hoher Qualität, und stabile Rucksäcke – sollte man doch einmal ausrutschen.

Früher war eine Spiegelreflexkamera immer schwer und unhandlich. Das Filmmaterial wurde in Filmen mitgetragen, und jedes Bild kostete zumindest den Preis für die Foto-Entwicklung. Heutzutage ist die Anzahl der Bilder, die man machen kann, fast unendlich und der Preis für ein digitales Bild verliert sich ins Unwesentliche. Bei jedem Kauf einer Kamera heutzutage sollte man sich jedoch vor Augen führen, dass für gute Bilder heute nicht die Anzahl der Megapixel entscheidend ist. Vielmehr ist die Größe des Sensors entscheidend. Der Bildsensor ist verantwortlich für die Lichtempfindlichkeit einer Kamera.

Eine sehr leichte Kamera für die Berge ist die Fujifilm XT1, als Objektive dazu eignet sich ein Zeiss Objektiv Touit 12mm f2,8 und ein Fujifilm FUJINON XF 18-55mm f2,8-4 R LM OIS. Im Grunde aber ist der Markt kaum noch zu überblicken und es gibt sehr viele Produkte. Jeden Monat kommen neue Produkt auf den Markt. Zudem sind mittlerweile auch die ganz normalen Kameras der Smartphones schon sehr gut. Für eine digitale Spiegelreflexkamera muss man auf alle Fälle auch ein wenig Zubehör mitnehmen: dazu zählen vor allem Ersatz-Akkus, Speicherkarten, Reinigungstuch und Polfilter. Stative gibt es leichte und schwere. Für eine Bergtour empfiehlt sich ein zusammenklappbares aus Aluminium, welches leicht ist. Es ist aber darauf zu achten, dass das Stativ im ausgefahrenen Zustand stabil und gut steht. Eine gewisse Robustheit muss das Stativ also schon haben. Nur kleine leichte Bewegungen durch Windangriff lassen ein Foto schnell unscharf werden, das will man doch nicht.

Zu den weiteren Utensilien, die für eine Bergtour wichtig sind zählen:

Bergschuhe, Rucksack, Helm, Handy, Höhenmesser, Kompass, GPS, Fernglas, Feuerzeug, Sonnenbrille, Stirnlampe, möglicherweise Zelt und ein bequemes Luftbett , Rettungsdecke, Trinkflasche, Batterien, Müsliriegel, Karten, Biwaksack, Zelt, möglicherweise Eispickel, Stöcke, Steigeisen, Seil mit Zubehör und ein Taschenmesser.

Link-Tipps für die Wanderausrüstung:

http://www.reisemeister.de/reiseservice/checklisten/checkliste-wanderurlaub
http://www.thueringen-wandern.de/wandern-ausruestung.php

In den Bergen, aber trotzdem die Hütte als Zufluchtsort und Basislager

Natürlich kann man es auch ganz anders angehen. Man kann zu einer Hütte gehen und nur eine leichte Wanderung machen und zum Beispiel Murmeltiere fotografieren. Oder Landschaften. Man kann sich in der Hütte die „Basis“ aufbauen, und seinen Computer mitnehmen und dort vor Ort am Abend die Daten der Speicherkarten auf den Computer laden, die Fotos auswerten, und am nächsten Morgen mit leeren Speicherkarten, einer frisch geladenen Kamera und mit wenig Ausrüstung seine nächste Fotosafari in Angriff nehmen. Hierbei ist die Schwere der Geräte nicht ganz so entscheidend, man kann dann auch mal ein Stativ in der Hütte lassen, oder andere Geräte, wie eine Filmkamera mitnehmen. 800px-2909_vallon_moy_res

Fotos von Wildtieren in den Bergen

Man kann in der Früh um 5 Uhr aufstehen und auch mal über Nacht mit einer Infrarotkamera die Tierwelt untersuchen. Wildkameras arbeiten dabei mit einer Fotofalle, die auch im Dunkeln geeignet ist, um zum Beispiel Tiere an ihren Futterplätzen, oder ganz allgemein, zu beobachten. Passiert dabei ein Objekt den Bewegungsmelder der Kamera, wird entweder ein Foto geschossen, oder ein Film gemacht. Für alle, denen die Entscheidung für eine Wildkamera schwer fällt, ist die sehr kleine, aber gut ausgestattete Allround-Wildkamera Dörr Snapshot Mini oder Mini Black zu empfehlen.

Landschaftsfotografie in den Bergen

Für Natur- und Landschaftsfotografie gelten wieder andere Regeln. Um sich hier zu perfektionieren, benötigt man eine Kamera, die man manuell einstellen kann: Blende und Belichtungszeit, sowie ISO Wert sollte manuell bestimmbar sein, um dem guten Foto noch ein bisschen nachzuhelfen. Gerade die Tiefenschärfe eines Bildes kann man so steuern, wie es einem beliebt. Ein Objektiv zwischen 18–100mm ist optimal geeignet für die Landschaftsfotografie. Hier wäre zum Beispiel das Objektiv Canon EF 24-105mm 1:4,0 L IS USM zu nennen. Damit kann man in einem leichten Weitwinkel, aber auch in einer etwas größeren Brennweite fotografieren und den Ausschnitt optimal auswählen.

Fazit

Es gibt ganz unterschiedliche Motive, die ein Hobbyfotograf in den Bergen aufsuchen kann. Die Art der Tour ist sicherlich entscheidend für die Ausrüstung. Das Vergnügen ist immer gegeben, denn egal, ob man sich an ein Murmeltier heranpirscht, oder von unten die Gletscherspalte fotografiert, in die man gefallen ist, ein Abenteuer bleiben die Berge immer. Die Fotos sind dann lediglich die Beute, die man mit nach Hause nimmt.

Bildquelle: By Berrucomons (Own work) [GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
By Martin Janner (uploaded by Schneedrache with permission by Martin Janner) (Own work) [GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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