Fotografieren im Nachtleben leichtgemacht

Landschafts-, Architekturfotografie und Porträts im Tageslicht stehen meist im Fokus der täglich abgelichteten Dinge. Doch besonders spannend wird es für den Fotografen erst, wenn das Licht nicht perfekt ist und er seine Fähigkeiten spielen lassen muss, um trotzdem perfekte Bilder zu produzieren. Ein Beispiel für wechselhafte Lichtverhältnisse ist das Nachtleben: Ob in Clubs, Bars oder Casinos – die Dunkelheit, gepaart mit hellen Lichtern, ist eine Herausforderung für jeden neuen Fotografen. Muss es mit den folgenden Tipps aber nicht sein.

Fotos im Club – eine komplizierte Aufgabe

Viele Fotografen bringen ein natürliches Talent für ihren Job mit, sei es für die richtige Belichtung, den besten Ausschnitt oder andere Details im Bild. Doch egal, wie gut alle diese Fähigkeiten auch sein mögen – die Fotografie im Dunkeln mit hellen und blinkenden Lichtern ist und bleibt stets von Neuem eine hochinteressante Aufgabe. Wenn dazu noch viele tanzende Menschen auf engem Raum kommen, befindet man sich im Club. Neben dem richtigen Equipment kommt es dort vor allem auf das Handwerk an, sodass am Ende trotz aller Kameraqualitäten keine wackligen Bilder herauskommen. Im Hinblick auf die Kamera lässt sich festhalten, dass es oftmals auf die persönlichen Vorlieben ankommt. Allerdings existieren einige technische Voraussetzungen, die auf jeden Fall erfüllt werden sollten. So ist es beispielsweise wichtig, dass die Kamera mit hoher ISO-Lichtempfindlichkeit daherkommt. Der eingestellte ISO-Wert hat einen hohen Einfluss auf die Belichtung des Endproduktes.

Hinsichtlich des Objektivs werden sich Produkte zwischen 18 und 50 Millimeter am besten für diese Art der Fotografie eignen. Ein f/2.8 Objektiv von Canon oder Nikon ist beispielsweise eine gute Wahl. Sollte der Fotograf daran interessiert sein, möglichst die gesamte Szenerie einzufangen, dann bietet sich ein Weitwinkel-Objektiv an. Angesichts des viel vorhandenen ultravioletten Lichtes im Club ist ein sehr guter UV-Filter wichtig. Daneben empfiehlt sich ein externes Blitzlicht, das zusätzlich zum in die Kamera selbst integrierten angebaut werden kann. Dessen Blitzlichtstärke sollte bei 1/18 liegen. Neben Blitzlicht ist ein Blitzdiffusor unabdingbar. Dieser sorgt dafür, dass die hellen und schnell umherschwirrenden Lichter kontrolliert beziehungsweise ausgeglichen werden. Sollten Porträts im Arbeitsgebiet des Fotografen liegen, könnte zudem auch ein Objektiv mit längerer Brennweite nützlich sein. Ausprobieren kann man die Fotografie im bekannten Club P1, der lokalen Disco oder bei im Hinblick auf das Licht vergleichbaren Events recht einfach, in dem man sich stets neue Ziele setzt und nicht sämtliche neuen Fähigkeiten auf einmal ausprobiert.

Fokuspunkte bei Events variieren

Zum Glück hat man als Fotograf nicht bei jeder Abendveranstaltung mit einem grellen Blitzlichtgewitter zu kämpfen. Hält man sich etwa zur Dokumentierung eines Events im Casino auf, so ist die Ausgangslage anders geartet, als in einer Bar oder einem Club. Die Szenerie wird eher von ruhigen Lichtern in einer dunkleren Umgebung geprägt sein, etwa wenn es um Tischspiele wie Blackjack geht. Etwas anders sieht es hingegen aus, wenn Spielende an Automaten fotografiert werden. Tatsache ist in jedem Fall, dass man es, obwohl es sich um eine einzige Location handelt, mit vielen verschiedenen Aktivitäten zu tun hat, die alle unterschiedlich in Szene gesetzt werden wollen. Dass Menschen schon immer von Glücksspiel angezogen worden sind, verwundert kaum. Der Anbieter Betway beschreibt das Casino als Teil einer langen Tradition, die sich auch in Zukunft nicht groß verändern wird. Spannend ist jedoch, dass seit der ersten Eröffnung von noblen Spielbanken im 17. Jahrhundert auch Tanz und Musik ein Teil des Casinos waren. Diese Tradition ist heute größtenteils nicht erhalten geblieben, erklärt aber vielleicht warum, viele Spielstätten wie Ballsäle aussehen. Das erklärt wiederum, warum sich viele gern in einer solchen Atmosphäre ablichten lassen. Heutzutage ist besonders bei den Tischspielen die Porträtfotografie von Bedeutung. Die Spannung in den Gesichtern der Spieler in den Casinos von Baden Baden bis Bad Homburg soll, wenn möglich, groß eingefangen werden. Natürlich wollen die Kameraeinstellungen auf genau das vorliegende Licht eingestellt werden und eine gewisse Varianz zeigen. Niemand möchte 20 Mal hintereinander das gleiche Bild von einer Gruppe lachender Casino-Besucher sehen. Nahaufnahmen von Karten, Chips, den Drinks oder dem Dealer vervollständigen das Gesamtbild, was vom Fotografen spannungsreich und interessant vermittelt wird.

Dasselbe gilt für das Fotografieren in Bars am Freitag- oder Samstagabend. Der Hauptzweck der Fotos ist es meist, die vorhandene Stimmung bestmöglich einzufangen. Dies ist nur dann möglich, wenn verschiedene Winkel und unterschiedliche Details abgelichtet werden. Und Bar ist nicht gleich Bar: In der deutschen Bar des Jahres 2016, Schumann’s Les Fleurs du Mal, lassen sich die Drinks persönlich mit dem Barkeeper besprechen und schließlich an einem einzelnen, 9 Meter langen Holztisch genießen. Bei gewöhnlicheren Bars ist dies natürlich anders. Als Fotograf muss man sich durch eine möglichst hohe Anzahl an Tischen quetschen, die auch den letzten Interessierten noch in die Bar verfrachten sollen. Für spannende Motive bieten sich diverse Möglichkeiten. Sie umfassen die Gäste, die Drinks, die Angestellten bei ihrer Arbeit oder auch die Location selbst. Das Wichtigste neben den korrekten Techniken und guter Ausrüstung bleibt, wie an diesen Ausführungen zu sehen, die eigene Kreativität. Ohne diese wird es keine guten Fotos geben – auch nicht im Dunkeln mit Blitzlichtgewitter.

Bildquelle: pixabay.com
Bildquelle: pixabay.com

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