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Sportfotografie

oliver-roggenbuck-1Sportliche Höhepunkte und Ereignisse bildgewaltig und spannend in Szene zu setzen, ist Aufgabe der Sportfotografie. Es geht darum, neben schnellen Bewegungen starke Emotionen zu transportieren. Einerseits im Ringen um den Sieg während des Wettkampfes, andererseits am Ende des Sportereignisses, wenn der Sieger strahlend auf dem Ehrenpodest die Medaille entgegennimmt und der Verlierer mit hängenden Schultern enttäuscht vom Platz schleicht.

Der Fotograf sollte sich jedoch nicht nur auf das sportliche Geschehen konzentrieren:  Auch Zusammenhänge rund um den Wettkampf, feiernde Fans, schwankende Fahnen bis hin zu außergewöhnlichen Wetterverhältnissen oder einem entsetzt am Feldrand agierenden Trainer, können Bilder von hohem und einzigartigem Erinnerungseffekt erzeugen. Typische Szenen sind genauso wichtig, wie actiongeladene Zweikampfszenen oder tragische Momente, die sich kein zweites Mal wiederholen werden.

Sportfotografie - Rugby

Sportfotografie – Rugby

Sportfotografien erfordern daher technisches Know-How ebenso wie konzentriertes und reaktionsschnelles Arbeiten. Ein gut vorbereiteter Sportfotograf fragt sich vor einer Sportveranstaltung, welcher Bildausschnitt geeignet sein könnte, um die Dramatik der Situation bestmöglich zu erfassen. Bei engen Bildausschnitten ist es zwar schwieriger, im richtigen Moment abzudrücken, gleichzeitig ist der Bildeindruck stärker und intensiver für den Betrachter.  Wichtig ist auch die Frage der Perspektive. Ein Feldspiel aus einer ungewohnten Perspektive – beispielsweise von einem benachbarten Haus – zu fotografieren, kann einen zusätzlichen Reiz in die Bildkomposition bringen. Farblich und inhaltlich.

Mit Weitwinkel- oder Fisheye-Objektiven kann ein Motiv im Reitsport aus einem ungewohnten, reizvollen Winkel gezeigt werden. Der Hintergrund wirkt dann ausladend und die Emotionalität des Momentes tritt in den Vordergrund.  Durch kurze Verschlusszeiten kann die Action in schnellen Sportarten wie Turnen oder Schwimmen eingefroren werden. Mittels einer offenen Blende wird das Hauptgeschehen akzentuiert, während der Hintergrund verschwommen bleibt.  Bei Wettläufen, Rad- oder Pferderennen sind sogenannte Mitzieher beliebt. Das Mitziehen der Kamera, etwa bei der Bewegung eines bestimmten Radrennfahrers, ist zwar körperlich sehr anstrengend, ermöglicht gleichzeitig aber einen interessanten, verwischten Fotoeffekt.

Von grundlegender Bedeutung sind bei den genannten Möglichkeiten die gegebenen Lichtverhältnisse. Findet ein Turnier im Freien statt? Wie ist der Sonnenstand? Wie ist die Beleuchtung in der Halle?  Feldsportarten wie Hockey und Handball benötigen eine lange Brennweite. Generell gesagt, eignet sich bei gleichbleibenden Lichtverhältnissen ein manueller Blendenmodus, während außergewöhnliche Effekte durch AV (Zeitautomatik) erzielt werden und verwischte Sportfotografien am besten mit Blendenautomatik (TV) umzusetzen sind. Auch die Wirkung von Licht und Schatten ist nicht zu unterschätzen: Schatten von Tennisball und Schläger auf einem Tennisplatz sind nicht nur stimmungsvolle, sondern auch zeitlose Motive. Lichtstarke Teleobjektive, Autofokus mit Servo-Modus, Decken- und Systemblitze für Actionmotive gehören zur Ausrüstung.

weitere Infos:  http://foto-podcast.de/ipod/blende8-36/
Bildquelle: http://www.rund-ums-rad.info/interview-mit-oliver-roggenbuck/
Bildquelle: http://www.roggenbuck-photodesign.de/
Bildquelle: http://www.scs-rugby.de/2014/09/14/noch-mehr-fotos-befinden-sich-in-der-galerie/

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