Produktfotografie – so gelingen eindrucksvolle Objektfotos

shutterstock_198408215Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte – dies trifft auch zu, wenn Sie Produkte verkaufen möchten. Daher sind sowohl für die Erstellung von Produktbroschüren und Katalogen als auch für die Visualisierung des Angebots von Online-Shops aussagekräftige Produktfotos unerlässlich. Doch wer sich schon einmal daran versucht hat, ein Objekt in Szene zu setzen, hat dabei sicherlich schnell festgestellt, dass dies mitunter ziemlich schwierig ist. Mit einigen wichtigen Basics und Tipps kann es allerdings leichter gelingen, ein eindrucksvolles Objektfoto zu knipsen.

Welche Voraussetzungen muss ein Produktfoto erfüllen?

Das Ziel hinter der Produktfotografie, die ein Teilbereich der Werbefotografie ist, ist ein möglichst realitätsnahes Abbildzu erhalten, das die Vorzüge des Objekts visualisiert. Sowohl das Größenverhältnis als auch die Farben sollten so optimal wie möglich mit der Wirklichkeit übereinstimmen. Dies ist besonders wichtig, wenn der Verkauf wie beispielsweise im Internet ausschließlich über das Bild und eine Produktbeschreibung erfolgt. Denn so kann eine Enttäuschung des Kunden verhindert und die Anzahl der Retouren gering gehalten werden. Aus diesem Grund sollten wichtige Produkteigenschaften wie Farbe, Materialbeschaffenheit sowie besondere Details genau abgebildet werden. shutterstock_280648856

Tipps für die Objektfotografie

  1. Bei der professionellen Produktfotografie ist eine Spiegelreflexkamera einer Kompaktkamera vorzuziehen, weil sich die Settings umfangreich manuell einstellen lassen und Sie verschiedenes Zubehör nutzen können (z.B. Objektive, Blitze).
  2. Für gut druckbare Bilder ist eine Kamera mit 8 MP ausreichend, weil für eine Abbildung in 10 x 15 cm eine Auflösung von 1890 x 1260 Pixeln genügt. Für Internetbilder in Postkartengröße genügt sogar eine Auflösung von nur etwa 680 x 450 Pixeln.
  3. Ein mindestens 3- bis 5-facher optischer Zoom ist empfehlenswert, um eine hohe Flexibilität bei der Produktfotografie zu realisieren. Ein größerer Abstand zum Produkt ist in einigen Fällen geeignet, um mit Hilfe des optischen Zooms bestimmte Effekte zu erreichen.
  4. Fotografieren Sie vor einem weißen Hintergrund, sollten Sie die Belichtung manuell einstellen, um diesen nicht schmuddelig, sondern wirklichkeitsgetreu aussehen zu lassen.
  5. Verwenden Sie ein sogenanntes Lichtzelt, damit das zu fotografierende Objekt gleichmäßig ausgeleuchtet wird. Alternativ können Sie auch vor einem Fenster fotografieren, das eine gleichmäßige Ausleuchtung ermöglicht (z.B. an der Nordseite eines Hauses). Direktes Sonnenlicht sollten Sie insbesondere bei Gegenständen mit glänzenden Oberflächen meiden.
  6. Wenn Sie an hellen Tagen fotografieren, müssen Sie keinen Blitz verwenden. Ist nicht ausreichend Tageslicht vorhanden, können Sie auch sogenannte Tageslichtlampen benutzen. Mit deren Hilfe erreichen Sie außerdem immer sehr ähnliche Ergebnisse.
  7. Durch Aufhellungen und Einspiegelungen mit weißem Papier, Spiegeln oder Silberkartons können Sie die Lichtwirkung individuell verändern.
  8. Ein Stativ ermöglicht es Ihnen, die Kamera präzise und millimetergenau einzustellen. Zudem können Sie Änderungen am Set vornehmen, ohne den genauen Standort der Kamera andauernd suchen zu müssen.
  9. Ein Stativkopf mit 2- oder 3-Wege-Neiger sorgt dafür, dass Sie jede Bewegungsrichtung separat verändern können.
  10. Bei der Gestaltung sollten Sie darauf achten, dass ein Produktbild möglichst ruhig sein sollte, damit der Betrachter es schnell aufnehmen kann. Zudem hebt dies die Wertigkeit des Gegenstandes hervor. Ausnahme sind Produkte, die im Set erhältlich sind.
  11. Richten Sie das Produkt so aus, dass es die Leserichtung von links nach rechts unterstützt, weil diese beim Betrachten als angenehmer empfunden wird.
  12. Um Qualitäten und Details von Gegenständen auf einem Foto hervorzuheben, können Sie die Makro-Funktion Ihrer Kamera nutzen.
  13. Gefällt Ihnen das Objektfoto nicht, sollten Sie seine Position verändern und mehrere Bilder machen, um das beste Ergebnis zu erzielen.
  14. Nicht immer ist ein schlichter Hintergrund die beste Wahl. Dekomaterialien können nicht nur für eine ansprechende Bildgestaltung sorgen, sondern auch die Eigenheiten des Produktes unterstreichen.
  15. Helligkeit und Kontrast des Produktfotos können Sie mit Hilfe eines Bildbearbeitungsprogramms korrigieren.

shutterstock_361357337Mehr Informationen und Tipps über die Produktfotografie erhalten Sie >in diesem kostenlosen eBook, das der bekannte Kölner Werbe- und Industriefotograf Eberhard Schuy verfasst hat.

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