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Tierfotografie – der Tierschutz ist wichtig

a1Der Tierfotograf / die Tierfotografin beschäftigt sich mit der Kunst, Fotografien lebender Tiere aller Arten in den verschiedensten Situationen zu erstellen. Bevorzugt werden hierbei immernoch Momentaufnahmen im natürlichen Lebensraum. Oft gelingen besonders spektakuläre oder seltene Aufnahmen. Die Tierfotografie gestaltet sich jedoch nicht unbedingt einfach. 

Um gelungene Aufnahmen von besonders seltenen oder auch scheuen Tieren zu bekommen, sind oft wochenlange wenn nicht sogar monatelange Vorbereitungen nötig. Für diesen Beruf muss man auch einiges an Geduld mitbringen, da man oft mehrere Stunden oder sogar Tage auf das richtige Motiv bzw. den richtigen Moment warten muss.

Möchte man gefährliche Tiere vor die Linse bekommen, ist es sehr wichtig sich selbst zu schützen. Diese Tiere sind also oft sehr weit weg, was eine Sammlung an verschiedenen Objektiven (häufig Teleobjektive) erforderlich macht. Mit Amateurequipment wird man demnach nicht weit kommen, muss das Material zusätzlich wetterfest oder auch für Aufnahmen in Höhlen, unter Wasser oder unter der Erde geeignet sein. Es kommt natürlich zusätzlich darauf an, welches Tier man fotografieren möchte.Lebewesen in der Größe von Echsen oder Mäusen kann man gut mit einer Kleinbildkamera fotografieren wohingegen größere Tiere bereits Mittelformatkameras erfordern. Das Ablichten sehr kleiner Tiere, wie Käfer oder Würmer, erfordert wiederum den Einsatz von Makroobjektiven. Wenn man sich also mit den verschiedenen Objektiven, Belichtungsmöglichkeiten und Brennweiten nicht auskennt, wird es für einen Hobbyfotografen schon sehr schwierig, qualitativ hochwertige Bilder für mehr als den Privatgebrauch zu schießen.

Auch das professionelle Fotografieren von Zootieren zählt zur Tierfotografie. Hierbei sind natürlich Gitter, Glasscheiben oder Gräben und Gewässer recht hinderlich. Dazu befindet man sich in unmittelbarer Nähe der Tiere, welche man natürlich nicht stören oder unnötig beunruhigen will. Dieses gilt sowohl für die Tiere in freier Wildbahn als auch für die Tiere in „Gefangenschaft“, welche ja zusätzlich auch nicht vor dem Fotografen flüchten können wenn sie sich bedroht fühlen.

Neben einem ausreichenden Wissen über die entsprechende Fotoausrüstung muss man sich also auch gut mit der Tierart auskennen, welche man fotografieren will. Künstliches Licht sowie Geräusche sorgen bei vielen Tieren für die sofortige Flucht, man kann sie nicht anlocken wie zum Beispiel den Haushund. Man muss sein Verhalten also der jeweiligen Tierart anpassen, um erfolgreich zu sein. Die Tiere dürfen keinesfalls bedrängt oder verängstigt werden, das Wohl der Tiere muss unbedingt vor dem Verlangen stehen, das „perfekte“ Foto zu bekommen.

Dieses Thema spielt natürlich auch im Tierschutzgesetz (TierSchG) eine entscheidende Rolle, schließlich ist das Foto- und Filmmaterial ja später hauptsächlich für den Gebrauch in den Medien bestimmt und es muss sicher gestellt sein, dass keine Tiere nach Paragraph 3 Ab. 6 dafür missbraucht wurden. Jeder Tierfotograf hat sich also wie jeder andere Mensch auch streng an das Tierschutzgesetz zu halten. Ein seriöser Fotograf wird Tiere nicht für seine Zwecke missbrauchen. Fotografen, welche Zirkustiere, aufwendig geschminkte Kühe und rosa Pudel ablichten, fallen für mich da schon in eine Grauzone – aber die gibt es bekanntlich leider überall.

Zusammengefasst ist der Beruf des Tierfotografen also kein einfacher, nur mit viel Geduld und Verständnis für seine „Motive“ kommt man auch an’s Ziel.

Bildquelle: Hundevermittlung
Filed in: Fotografie-Allgemein Tags: 
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